Mrz
25

Der Kunde hat doch keine Ahnung!

Autor: Calvin Hollywood // Geschrieben in: News

Der Kunde hat doch keine Ahnung!

Hallo zusammen

Heute widme ich mich mal wieder einer sehr interessanten Spezies. 

Dem Kunden!!! Und zwar aus der Sicht eines Portraitfotografen. 

Sicherlich lassen sich die Inhalte des heutigen Blogeintrages, aber auch auf andere Bereiche übertragen. 

Der Kunde hat keine Ahnung! 

Viel Spaß beim Lesen. 


MEINE SICHTWEISE
Falls du ganz neu auf diesem Blog bist, ich bin der Calvin und fotografiere Menschen.
Meine Kunden kommen meistens aus dem Business. Ab und zu habe ich auch mal einen Privatkunden. 
Und genau aus dieser Perspektive werde ich heute meine Sichtweise vermitteln. 


DER KUNDE HAT KEINE AHNUNG
Wisst ihr warum eine Person zum Fotografen geht? 
Nein, nicht weil er Bilder möchte. Er möchte Nutzen! 
Darauf bin ich bereits in diesem Blogeintrag näher eingegangen. 

Das Schlimme ist leider, dass das viele Kunden gar nicht wissen. 
Völlig ahnungslos geht es ins nächste Fotostudio um ein paar Bewerbungsbilder zu machen. 
Hinsetzen, Schulter bischen links, Kinn nach vorne, lächeln – KLICK!

Danke Samuel (damaliger Praktikant), dass du dich für so eine langweillige Aufnahme zur Verfügung gestellt hast. 

01

Es gibt sicherlich Ausnahmen, aber wenn man dem Kunden die Entscheidung überlässt, darf man sich nicht wundern wenn einheitlicher Mainstream-Schrott herauskommt. 


WARUM IST DAS SO?
Im Prinzip ist es doch auch logisch.
WIR stöbern täglich durch Fotoplattformen und sehen dort wirklich gute Bilder. 
WIR holen uns Inspiration, indem wir andere Top Fotografen beobachten. 
WIR studieren Tutorials von interessanten Bildern. 
WIR schauen uns bei Werbeaufnahmen die Bilder an und analysieren. 

Der Kunde? Was der täglich sieht, sind die Bilder in langweilligen Fotostudios (auch hier gibt es Ausnahmen).
"Ah, so sieht das also aus wenn man zum Fotografen geht?" 
Der kennt kein 500px, Pinterest, Behance und liest auch keine Fotozeitschriften mit schönen Bildern. 


Woher sollen die Leute wissen was sie brauchen, wenn sie es nicht kennen?
(Steve Jobs)


DER KUNDE IST KÖNIG
"Wenn der Kunde langweillige Bilder möchte, bekommt er die. Immerhin ist der Kunde doch König." 
Willkommen im Mittelalter der Fotografie!
Wer genau das macht, was der Kunde möchte, ist ein reiner Dienstleister und schneller ersetzbar,
wie man denkt. Der Kunde hat doch von Fotografie überhaupt keine Ahnung. 

kunde


DER FOTOGRAF / DER EXPERTE
Eine Person geht zu einem Fotografen, weil der mehr Ahnung von "Bilder erstellen" hat, wie man selbst. 
Er ist quasi der Experte! Der Kunde schildert nur für was er die Bilder braucht. 

Wenn ich zu einem Masseur gehe, schildere ich ihm wo es "drückt". 
Wenn mich dieser fragen würde, wo er massieren soll, würde ich rückwärts wieder rausgehen. 


DAS PROBLEM
Viele Fotografen wollen die Wünsche des Kunden erfüllen und freundlich sein. 
Im Prinzip will man seinen Job einfach nur gut machen. Auf keinen Fall widersprechen! 


DIE LÖSUNG
Wieso widersprechen? Man kann doch höflich danach fragen, einen Vorschlag unterbreiten zu dürfen. 
Aufgrund meiner Erfahrung schlage ich vor………

MEINE ERFAHRUNG
Ich habe nun schon hunderte von Jobs hinter mir. Sowohl kleine als auch größere Jobs!
In meinen ersten Jahren habe ich natürlich meine Klappe gehalten. Da hatte ich noch keine Eier!

Heute sehe ich es in meiner Aufgabe, den Kunden NICHT mit langweilligen Bildern nach Hause zu lassen. 
Zumindestens möchte ich ihm vorschlagen (und begründen) was ich viel interessanter finde. 
Dabei spreche ich in Nutzen (für den Kunden) und begründe nicht nach dem Motto "Was mir besser gefällt"


RHETORIK
Es ist die Art und Weise WIE ich es vorschlage. Bisher haben das meine Kunden sehr sehr sehr geschätzt. 
Oft höre ich dann Sätze wie: "Stimmt, das ist echt besser. Danke, das machen wir". 

Wichtig ist, dass man erklärt warum es besser ist. Nicht weil es dem Fotografen besser gefällt, sondern weil folgender Nutzen dabei entsteht….


WIE MAN ES NICHT SAGEN SOLLTE:

  • aber das sieht doch dann langweillig aus, oder? 
  • das ist dann halt ein sehr einfaches Bild
  • so macht man das meistens
  • das geht dann sehr schnell 
  • also mir würde es so besser gefallen
  • also das sagt mir persönlich nicht so zu 

SO FORMULIERE ICH DAS MEISTENS:

  • wollen wir darauf aufbauen und das Bild noch etwas spezieller gestalten? 
  • ich finde das schon gut, hätte aber noch eine Idee wie man es noch besser machen kann
  • sie wollen doch sicher besondere Bilder. Daher würde ich folgendes Vorschlagen
  • damit die Bilder auch wirken, würde ich folgendes vorschlagen
  • die Zielgruppe hat folgende Erwartungen, daher empfehle ich


WICHTIG
Ich möchte an der Stelle nochmal erwähnen, dass es immer Ausnahmen gibt.
Es gibt auch Kunden die extrem viel Ahnung haben und dann hat sich das auch schnell erledigt.
Manche stehen auch felsenfest auf langweillige Bilder (ja, die gibt es auch). 

Aber ich vermute, dass wirklich jeder Leser dieses Blogeintrags versteht, was ich deutlich machen möchte.


ZEIG EIER
Sei mutig und positioniere dich als Experte. 
DU hast die meiste Ahnung und weißt wie Bilder wirken. 
Erkläre und hilf deinem Kunden dabei, ein TOP BILD zu bekommen.
Je mehr du dich einbringst, umso weniger ersetzbar bist du. 

DU BIST ANFÄNGER?
Falls du noch relativ frisch in der Fotografie dabei bist und selbst noch nicht genau weisst, was das Beste Bild für den Kunden bzw. dessen Zielgruppe ist, habe ich zwei Tipps für dich: 

  • fotografiere den langweilligen Mainstream den jeder kann und du hast einen zufriedenen Kunden, der sich aber jederzeit jemand suchen kann der günstiger ist. 
  • lass es sein und widme dich der Rhetorik, dem Fachwissen und trainiere solange, bis deine Bilder mehr als nur Mainstream sind. 


FAZIT
Ich würde mich wirklich sehr darüber freuen eure Meinung zum Thema zu lesen. 
Seht ihr das ähnlich oder seid ihr komplett anderer Meinung?
Schlagt ihr eure Ideen vor oder macht ihr einfach nur was der Kunde möchte? 
Ich bin sehr gespannt….

In diesem Sinne…

lg Calvin
www.calvinhollywood-store.com

 

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Kommentare (33)

  • 25.03.2015 at 12:34 |

    Danke Calvin für dein Super Blogeintrag 🙂

    Habs mir gleich notiert.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.

    lg byrd

  • 25.03.2015 at 12:47 |

    Hey Calvin,

    mal wieder ein Beitrag der einem zum Nachdenken bring und ich sofort versuche auf mein Verhalten zu Analysieren …

    Die „Ausreden“ um keine langweiligen Bilder machen zu müssen sind cool ! Danke

  • 25.03.2015 at 12:58 |

    Super Beitrag!
    Speziell das Thema „RHETORIK“…denn ich finde auch, dass das ein EXTREM wichtiges Thema ist!

    https://www.facebook.com/pages/Yannick-Meier-Fotografie/215443755263408

  • 25.03.2015 at 13:09 |

    Wohoooo! Endlich wiedermal einen Blogeintrag!

    Vielen Dank, werde mir diesen heute noch genau durchlesen!

  • Daniel
    25.03.2015 at 13:41 |

    Moin Moin,

    Ein schöner Blogeintrag. Ich würde jetzt gerne einen direkten Vergleich zwischen einem langweiligem Portrait und einem außergewöhnlichem Portrait sehen, was man natürlich noch im Businessbereich eingesetzt werden kann. Jetzt wo ich das Bild oben gesehen habe fällt mir leider keine andere Pose ein. Meistens nimmt man doch immer diese Pose ein. Naja ich werde mal ein paar Test Shoots machen.

    Grüße

    Daniel

  • 25.03.2015 at 14:05 |

    Hallo Calvin,

    ein toller Blogeintrag.

    Und das gilt ja nicht nur für Fotografen. Deine Überlegungen und Anregungen kann man problemlos auf viele andere Handwerksberufe und auch Dienstleister übertragen.

    Danke auch für die Formulierungsbeispiele. Es ist gut, daran wieder erinnert zu werden. Das wird sofort von mir berücksichtigt.

    Grüße

    Wolfgang

  • 25.03.2015 at 14:23 |

    Wieder ein paar tolle Tipps, Calvin ! Bei mir ist es so, das ich bei manchen Kunden Vorschläge mache bei manchen nicht! Heute zum Beispiel hatte ich ein Auftragsshooting für die hiesige Volksbank. Da hab ich mich mit Kommentaren zurückgehalten! Blöd oder ? Naja, bin noch nicht lang dabei. Mit der Zeit wird sich das sicher ändern. Werde auf jeden Fall stark daran arbeiten ! 🙂

    Liebe Grüße
    Petra

  • Simon Thois
    25.03.2015 at 15:05 |

    Wie all die letzten Blogeinträge, mal wieder sehr sehr hilfreich!
    Mich hat der letzte Satz unter „Du bist Anfänger?“ vor allem in dem bestätigt, was ich inzwischen mache. Und zwar das, was ich möchte…um zu lernen und besser zu werden. Denn momentan besitze ich einfach nicht das Wissen, um eventuellen Kunden, auch etwas außergewöhnliches abliefern zu können. Dafür ist es einfach zu früh, das hab ich schnell begriffen! Deswegen lass ich es sein, mache das, woraus ich Erfahrungen ziehen kann, welche mich voran bringen und aus welchen ich lernen kann.
    Es kommt der Tag, an dem ich es schätzen werde, dies gemacht zu haben. (Genauso wie Kunden, welche dann, dadurch natürlich, deutlich bessere Ergebnisse erhalten werden)
    Liebe Grüße
    Simon

  • 25.03.2015 at 15:49 |

    Hi Calvin,

    also ich bin in dem Bereich, mal wieder, zu 100% deiner Meinung!

    Bei mir ist das gute und das ist schon ne schlecht, das meine Kunden zu mir kommen weil sie das besondere suchen 🙂

    Bei dem für Anfänger:
    Eventuell gibt es auch noch einen 3. Weg….man kann die normalen Sachen ja machen und dem Kunden geben,
    und dann noch ein paar spezial Shots machen um dem Kunden zu zeigen was er noch nicht wusste um ihm zu suggerieren was er braucht 🙂

    LG
    Kenny

  • hhm
    25.03.2015 at 18:23 |

    Top Beitrag mal wieder.

  • Maik Böckling
    25.03.2015 at 18:50 |

    Danke für den mal wieder interessanten Blogeintrag!

    Ich kann Simon (genau wie Calvin) nur recht geben.
    Ich bin ebenfalls eher ein Anfänger, daher versuche ich dem Kunden das zu geben was er will und versuche weiter das einzubringen, was ich eher ansprechend finde. Ich lerne weiter dabei und der Kunde hat zumindest das was er wollte und noch etwas mehr 😉

    Gruß

    Maik

  • Christina Strecke
    25.03.2015 at 21:50 |

    Diesen Blogeintrag kann man eigentlich jedem Dienstleister ans Herz legen. Leider mache ich als Kunde oft die Erfahrung, dass der Dienstleister entweder nicht viel Ahnung von seinem Job hat oder auch keine Lust darauf.
    Eigentlich bin ich lt. diesem Blog ein idealer Kunde.
    Wenn ich zum Friseur gehe, dann erwarte ich, dass mir die Friseurin / der Friseur einen Vorschlag macht. Ich habe nicht gelernt Haare zu schneiden 😉
    Wenn ich Klamotten kaufe, dann erwarte ich, dass die Verkäuferin / der Verkäufer Kleidung bringt, die zu mir passt und in die ich passe *g*
    Wenn ich Businessfotos für die Webseite haben möchte, dann möchte ich darauf vertrauen können, dass der Fotograf sich mit unserer Zielgruppe beschäftigt und unser Team entspechend präsentiert.
    Und … wer hätte es gedacht? Ich bin durchaus auch bereit dafür zu zahlen 😀
    Eigentlich ergäbe sich eine tolle WinWin-Situation.
    Aber leider sieht unsere Servicewelt etwas anders aus, wie ich oben geschrieben habe.
    Daher möchte ich einfach nochmal für die Lustlosen und Unkreativen von oben zitieren:

    „- fotografiere den langweilligen Mainstream den jeder kann und du hast einen zufriedenen Kunden, der sich aber jederzeit jemand suchen kann der günstiger ist.“
    … und ich werde mit Sicherheit jemanden finden
    – lass es sein und widme dich der Rhetorik, dem Fachwissen und trainiere solange, bis deine Bilder mehr als nur Mainstream sind.
    … und verschwende nicht mein Zeit

  • Christian Klimaschewskii
    26.03.2015 at 18:45 |

    Hallo Calvin

    Auch ich bedanke mich für diesen Beitrag. Es ermuntert mich immer wieder, wenn ich in deinen Beiträgen, Videos usw sehe, was ich doch schon alles an Wissen von Dir aufgenommen habe. Aber Du schaffst es auch immer wieder, noch ein Gramm mehr Detail zu vermitteln.

    Ich betreibe zwar fast „nur“ TfP Shootings, aber dort versuche ich auch immer etwas mehr mit dem „Kunden“ zu erreichen. Die Art und Weise ist da absolut entscheidend.

    LG aus dem Norden
    Chris

  • Maik
    28.03.2015 at 18:22 |

    Genau ins Schwarze!!! Fotografie und Bildentwicklung sind kreative Kunstformen. Und wenn der Künstler nicht kreativ sein darf, entwickelt sich die Kunst nicht weiter und stirbt aus.
    Aber, Gott sei Dank, entwickelt sich das Equipment ständig weiter und eröffnet immer wieder neue Möglichkeiten. Gleichzeitig wird die einst unerschwingliche Studiotechnik auch für Amateur-Geldbeutel tragbar. So kann jedermann, vom Profi inspiriert, dessen Ideen technisch nachvollziehen und eigene Wege finden um eigene Ergebnisse zu erzielen.

  • 29.03.2015 at 08:38 |

    Der Teil mit der Rhetorik ist besonders interessant.
    Ich hatte mal eine Dame die wollte unbedingt so und so fotografiert werden.
    Ich wusste schon von Anfang an das das scheisse aussehen wird.
    Gerade noch so die Kurve bekommen und mich dadurch geschlängelt.
    Danke für den Eintrag Calvin (y)

  • 29.03.2015 at 19:23 |

    Hi Calvin,

    ich mag, dass du nicht nur monierst sondern sofort den: „wie geht es besser Tipp“ hinterher schiebst. Ich mag auch deine durchweg positive Art, sprich dem Kunden eben mit positiven Sätzen zu etwas neuem zu motivieren. Nicht mit negativen Sätzen.
    Ich denke, dass es manchen Fotografen auch einfach an Selbstbewusstsein fehlt und sie deswegen lieber den Mainstream fotografieren (zeigt Eier) 🙂

  • 29.03.2015 at 23:45 |

    Hallo Calvin,
    ja das ist ein sehr cooler Denkansatz.
    Die meisten Kunden bei mir, suchen sich immer die Bilder raus, die ich selbst nicht so prall finde.
    Da werde ich in Zukunft ändern. DANKE dafür. 🙂

    Viele Grüße
    Marko

  • Kemal Ersoy
    30.03.2015 at 15:06 |

    Hey Calvin,

    Ich muss schon sagen, du hast es exakt aufm Punkt gebracht was es ausmacht „gut“ zu sein und was „besonders“!
    Ich selbst bin Mediengestalter und erlebe es leider viel zu oft, dass viele andere einfach nur Ja dazu sagen was der Kunde vorschlägt.
    Ich bin zwar erst paar Jahre als Mediengestalter tätig, jedoch finde ich viel mehr Kunden bzw. werde von sehr vielen gebucht, allein aus dem Grund, dass ich immer Vorschläge habe, wie man es besser machen könnte. Nicht weil ich der beste bin, sondern eher weil ich dem jeweiligen Kunden Aufmerksamkeit schenke und einfach nur zuhöre!

    Am Anfang dachte ich ebenso nur nicht nein sagen, jedoch hab ich gemerkt, dass ich viel besser vorankomme wenn ich auch zu bestimmten Ideen einfach nö sage. Und genau das schätzen meine Kunden jetzt an mir. Für viele andere Grafiker aus meiner Umgebung nicht verständlich warum ich es dann bin der den Auftrag kriegt.

    Ist immer wieder schön wenn man wahre Profis sieht, die genau so vorgehen wie man selbst das für sich entschieden hat und bemerkt, dass man es doch richtig so gemacht hat.

    Beste Grüße,
    Kemal

  • Stefan
    01.04.2015 at 09:56 |

    Hi Calvin,

    alles soweit richtig und sehr gut formuliert.
    Ich möchte mich gerade deshalb mit einem Tipp und gleichzeitigem Ratschlag an Dich persönlich wenden.
    Entscheidend zur Professionalität gehört aber auch, wie man sich selbst im Internet präsentiertund grafisch darstellt.
    Deshalb übernehme ich mal deine Argumentation von oben: „damit der Blog und deine Webseite auch professionell wirken, würde ich folgendes vorschlagen > Du solltest mal jemanden fragen, der sich wirklich mit sowas auskennt.
    Man sollte da investorisch nicht am falschen Ende sparen.
    Hier mal ein Vorschlag, ganz aus deiner Nähe von Oftersheim/Schwetzingen:
    https://www.grafikstudio-kessler.de/index.php
    Ich glaube, die kennen sich mit sowas sehr gut aus!
    Vielleicht kann man Dir dort professionell auf die Sprünge helfen.

    Herzliche Grüße
    Stefan

  • 01.04.2015 at 12:30 |

    Hi Calvin,

    völlig korrekt beobachtet und geschrieben! Selbst hochrangige Politiker erwarten, daß man als Fotograf die Führungsrolle übernimmt. Bis auf einige, die unbedingt „Diva vor der kamera“ spielen müssen 😉

    Gruß Ralf

  • 02.04.2015 at 10:24 |

    Hi Calvin,

    Vor einer Woche habe ich mir die Portraits von Helmut Newton in seiner Sammlung in Berlin angeschaut. Sicher gefällt das nicht jedem. Aber eins ist sicher: die Portraitierten wirken so was von ausdrucksstark. Da habe ich mir genau das gedacht: nicht dem Model muss das Foto gefallen sondern dem Fotograf. Ich weiß, das ist noch etwas anderes als du meinst mit dem Nutzen. Aber ich betrachte es für mich als Leitlinie um sich selbst mutiger zu positionieren und kreativer zu entwickeln. Und da gebe ich dir recht: ein wirklicher Nutzen für den Kunden entsteht erst wenn du deinen eigenen Stil entwickeln lernst.
    Vielen Dank für deinen tollen Blogeintrag!

  • 06.04.2015 at 10:28 |

    Servus Calvin
    Mit wenigen Sätzen hast Du die Situation auf den Punkt gebracht. Als Fotograf (ausser vielleicht für Passbilder) darf ich nicht austauschbar sein. Fotografen sind keine Installateure, die quasi „austauschbar“ sind. Da zählen andere Faktoren. Fotografische Arbeit ist individuelle Arbeit. Gefühl für Aktion und Situation, Einfühlungsvermögen, Intuition, Menschenkenntnis, Gestaltungswille und vieles mehr zeichnen einen guten Fotografen aus. Darin darf er sich nicht einschränken lassen.
    Alles Gute
    Gernot

  • 08.04.2015 at 15:23 |
  • 22.04.2015 at 23:41 |

    Oftmals ist es auch die Kommunikation. Viele Kunden haben eine Vorstellung, es fehlt aber an den richtigen Worten um dem Fotografen das Bild zu vermitteln.
    Zuhören und zwischen den Zeilen lesen hilft da enorm. Insbesondere Frauen erzählen oder vermitteln ziemlich genau, was sie nicht wollen;-)

  • 26.04.2015 at 15:53 |

    Ich glaube niemand ist einem böse, wenn man seine eigenen Ideen dem Kunden in einem ordentlichem Ton vorschlägt. Die Erfahrung zeigt, das die Kunden auch eine viel engere Bindung zu einem aufbauen, als wenn man alles schnell schnell und fertig macht!

    Klasse Beiträge, hier gebe ich Christian recht, diesen Beitrag sollten viel mehr Dienstleister lesen. Das wird nämlich heut zu tage viel zu oft falsch gemacht! Egal in welchem Bereich.

    Gruß
    Patrik

  • Paul
    18.05.2015 at 18:40 |

    Hallo Zusammen,

    Im Januar habe ich mein Nebengewerbe angemeldet, seit dem bin ich regelmäßiger Leser
    des Blogs und der Businesstips
    In einigen Beiträgen erkenne ich mich wieder und setze die Anregungen um.

    Hier mein Comingout als Anfänger:
    Ich praktiziere den 3.Weg, den Kenny Pool in seinem Beitrag beschreibt.
    Das Geld was ich bei bei den Mainstreamjobs einnehmen nutze ich zu einem großen Prozentsatz
    für Workshops, Technik, Outfits und die viele anderen Kleinigkeiten.
    Mittelfristige Ziel soll sein den Mainstream zu verlassen.
    Das sehe ich als Prozeß zwischen Kunde und Dienstleister.

    Etwas persönliches:
    Wie im richtigen Leben habe ich beim Lesen der Kommentare festgestellt, das ein bis zwei oder auch
    ein paar mehr Schreiber vergessen haben, das sie auch mal angefangen haben.
    Meine Oma würde sagen: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
    Und wenn ich nur zu Hause sitze und nicht tätig werde, weil ich den Mainstream nicht bedienen
    will, werde ich nichtmal Geselle.

    Selbst bei Calvin gab es mal eine eierlose Zeit. Sicher mit einigen Mainsteamjobs….

    Gruß
    Paul

  • MM
    07.07.2015 at 14:22 |

    Calvin,

    Du hast auch heute noch keine Eier.
    Man sieht ja wie Du u.a. auch bei Facebook Kommentare entfernst, die sachliche Konstruktivkritik beeinhalten.
    So kann man natürlich auch „manipulieren“, wenn man jegliche Art von Kritik entfernt.

    Klar, die dumme Masse checkt das nicht und Deine naiven Follower sind blind vor Arschkriecherei.
    Nur, Du bist kritikunfähig! So schaut es aus!

    Wäre es anders, dann würdest Du Kritikkommentare „stehenlassen“.

    Gruß

    MM

  • 30.08.2015 at 19:50 |

    Danke Calvin! Sehr schöner Blogpost!

    Grüße

  • 04.01.2016 at 10:26 |

    Hi Calvin,

    ich komme aus dem Sportbereich (u.a. Tennistraining) und habe erst seit kurzem mit der Fotografie angefangen. Ich sehe das ähnlich wie du. Ich glaube, ganz wichtig ist, dass man authentisch ist und seine eigene Schiene fährt (was nicht heißen soll, dass man 0 auf den Kunden eingehen soll). Ich denke, dass macht einen interessant und hebt einen von der Masse ab.

    Viele Grüße aus Köln,

    Clemens

  • KlickKlick
    04.01.2016 at 15:56 |

    Schön gesprochen!

  • Carsten
    04.01.2016 at 17:00 |

    Hi Calvin,

    Du hast absolut Recht mit Deiner Meinung, ich würde aber sogar noch wesentlich weiter gehen. Der Fotograf sollte im Bedarfsfall in der Lage sein, umfassende Dienstleistungen über das eigentliche shooting hinaus anbieten zu können.

    Vor ca. 2 Jahren wollte ich gute Businessfotos von mir und ging in ein Fotostudio, dass damit speziell – auch mit outdoor locations – geworben hatte. Ich wurde weder gefragt, welchen Beruf ich ausübe, noch, was ich konkret tue, wer meine Zielgruppe ist, wofür ich die Bilder konkret verwenden will, etc. Ich wurde in eine Ecke gestellt, Lampen an, Kopf neigen, Krawatte richten, klick, klick, klick, dann vor ein Edelstahl Treppengeländer, dann kam die „outdoor location“, eine Granitwand vor dem Studio, klick, klick, mehr Lächeln, ja so ists gut, klick klick, fertig waren die „biometrischen business Fotos“. Aus den per „Dauerfeuer“ geschossenen Bildern durfte ich mir dann allein 5 aussuchen – “ notieren Sie sich die Nummern der Bilder und geben Sie den Zettel meiner Miatarbeiterin“ – die ich dann, unbearbeitet natürlich, 10 Tage später per mail in geringer Auflösung erhielt. Kosten für 30 Minuten und 5 Bilder: 350€. Offenbar sind manche „Fotografen“ der Meinung, sie hätten ihren Job erfüllt, wenn sie ein Foto richtig belichtet haben. Vielleicht war ich auch zu naiv. Heute würde ich soetwas nicht mehr akzeptieren.

    Als business Kunde erwarte ich einen umfassenden Nutzen und Mehrwert von Bild und Fotograf und bin auch bereit, dafür das angemessene Honorar zu bezahlen. D.h., maßgeschneiderte, aussagestarke und kreative Bilder, die mich mit meiner Tätigkeit in Verbindung bringen und eine story erzählen, und wenigstens Beratung zur optimalen Präsentation der Bilder. Gerne komme ich wieder, wenn sich der Fotograf notfalls erst mal über mein Business schlau gemacht und entsprechende Bildideen entwickelt hat. Dann erwarte ich, dass der Fotograf auch über ein mediales Netzwerk verfügt, d.h., mir auf Anfrage Leute empfehlen kann, die meinen Werbeauftritt optimieren können, d.h. Leute für Webdesign, ggfs. Videoproducer, für Printmedien, Grafikdesigner etc., die in der Lage sind, gemeinsam einen Auftrag zu erledigen und auf dem aktuellen Stand der Dinge sind. Ist das zu viel verlangt?

  • 08.01.2018 at 13:47 |

    Genau nach dieser Bestätigung habe ich gerade gesucht!
    Danke Calvin fürs Teilen deiner Erfahrung 🙂

    Anstatt mich darin zu üben meine Klappe zu halten,
    werde ich nun wie geplant meine Verkaufskünste trainieren 😉

    Ich wünsche euch allen ein erfolgreiches 2018,
    eure Nicy 🙂

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