Dez
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LERNEN ist einfach – UMSETZEN ist schwer!

Autor: Calvin Hollywood // Geschrieben in: News

LERNEN ist einfach – UMSETZEN ist schwer!

Wie alt bist du? 

Kennst du die Zeit VOR Youtube? 

Es war so unglaublich schwer sich etwas anzueignen.

HEUTE ist das so verdammt einfach. 

Leider ist das Umsetzen schwerer geworden. 

Früher war das umgekehrt der Fall – crazy. 

Mehr dazu im Blogeintrag

 

LERNEN ist EINFACH – UMSETZEN ist SCHWER 

Gestern komme ich in das Musikzimmer meiner Schwiegereltern (wir wohnen zusammen) und sehe meinen Sohn beim Gitarre spielen. Naja, viel mehr hat er sich ein Youtube Video angeschaut und einen anderen Musiker (evtl. erkennt ihr ihn auf dem Bild) nachgemacht. 

In genau diesem Moment war ich zum einen mega stolz auf meinen Sohn, hatte aber auch unglaublich viele Gedanken im Kopf. 

  • nachmachen ist doch richtig – so lernt man 
  • heute lerne ich auch mit Youtube
  • als ich begonnen habe, gab es noch kein Youtube bzw. es entstand gerade 
  • es ist so einfach geworden sich etwas anzueignet
  • es ist so schwer geworden etwas umzusetzen 


Egal was du lernen möchtest, du findest es auf Youtube und musst es einfach nur nachmachen. 
Aber genau hier steckt das Problem, welches ich auch bei meinem Sohn erkenne. 

Heute trainiert er Gitarre, währenddessen noch Schlagzeug, zaubern, Schach und vieles mehr. 


Wie alt bist du? 
Sicher kennst du noch die Zeit vor Youtube und evtl. noch die Zeit vor dem Internet? 

Wie haben wir damals gelernt? 

Bücher? Kannte ich nur von der Schule. 
Ausbildung? Ja, was sonst.
Dann gab es noch die Eltern oder Bekannten, welche einem etwas beibringen konnten oder einen Verein bzw. eine AG. 

Jetzt mal ehrlich, das war doch totoal schwer (im Vergleich zu Heute). 
Aber wir hatten Fokus und wurden nicht von Facebook abgelenkt. 
Ich will jetzt gar nicht spekulieren was besser war. 

Von meiner Seite aus empfinde ich eine große Dankbarkeit allen Menschen gegenüber, welche bereits sind jemand anderes zu helfen.

Was mein Sohn angeht? Wird er nun Musiker, Zauberer, Fotograf oder Polizist auf Motorrad? (das war früher mein Traum). 

Völlig egal! 

Es ist klasse mitzuverfolgen wie er gerade alles ausprobiert. 🙂

Hast du Kinder? Wie alt ist dein Kind? Erlebst du das gerade selbst? 

Bist du evtl. selbst noch sehr jung und kennst die Zeit VOR Youtube gar nicht? 

Wie fühlt sich das an? 🙂

Poste mir doch dein Feedback, ich bin sehr gespannt. 

lg Calvin 

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Kommentare (13)

  • Sven
    26.12.2017 at 19:53 |

    Hey Calvin,

    coole Sache, dass du mal wieder einen Blogeintrag verfasst hast.

    Ich bin selber noch jung (20) und kenn deshalb die Zeit vor YT nicht so richtig.

    Als ich meinen ersten Laptop bekam, war ich 12/13 Jahre alt, aber da hat mich Weiterbildung im Internet einfach noch nicht interessiert.

    Das kam erst später, als ich so ca. 16 Jahre alt war und zu dem Zeitpunkt konnte man schon alles auf Youtube & Co. finden.

    Das mit der Wissensflut kenne ich selber auch, FOKUS ist halt alles.

    • 26.12.2017 at 20:50 |

      Hi Sven
      Freut mich extrem das Feedback 🙂
      Wünsche dir weiterhin Alles Gute.
      Verlinke mir gerne mal deine Seite oder IG Account.

      lg Calvin

      • Sven
        26.12.2017 at 21:38 |

        Danke, das wünsche ich dir auch. 🙂

        IG Account: @svenalbers

  • Sylvia
    26.12.2017 at 23:04 |

    Die grosse Auswahl ist glaub ich wirklich ein Problem. Man möchte alles Können und fängt mit 100 Sachen an. Die Kunst ist heutzutage denk ich nicht mehr das lernen selbst, sonder die Disziplin und Konsequenz auch etwas durchzuziehen. Die Schwierigkeiten haben sich also einfach verschoben denk ich. In meiner Kindheit gab es noch kein Internet – das kam als ich so 12-13 war langsam auf. Ob es einfacher war damals oder besser!? Ich glaube es war einfach anders.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    https://www.mirrorarts.at – Fotografie & Reiseblog

  • Mick
    27.12.2017 at 10:44 |

    Hi Calvin,

    interessanter Beitrag, dieses Verhalten, alles mögliche zu machen stelle ich an mir selbst auch immer wieder fest.
    Es gibt so viele interessante Dinge auf der Welt für die ich mich begeistern kann. Das macht meinen Alltag recht abwechslungsreich, allerdings frisst das alles auch jede Menge Zeit. Mittlerweile ist es so, dass ich vieles kann, jedoch nichts überragend gut. Ich beneide die Menschen, die ein Ding gefunden haben und das verdammt gut beherrschen. Klar, das ist jetzt jammern auf hohem Niveau. Es gibt sicherlich auch Menschen die würden mehr verschiedene Dinge können, so ist das halt, man möchte immer das was man gerade nicht hat. Was ich persönlich aber recht gut finde, denn das treibt einen an.
    Ich gehöre zu der Generation, die im jungen Kindesalter ohne Internet aufgewachsen ist und im späteren Kindesalter die Entstehung der heutigen großen Portale miterlebt und da hineingewachsen ist. Ich empfinde das als großes Glück.

    Gruß Mick

    • 27.12.2017 at 10:46 |

      Sehe ich auch als Glück.
      Solange die Dinge Spaß machen und einen erfüllen, finde ich es auch gut VIEL zu machen.
      Bei mir selbst ist es so, dass ich mich meistens extrem auf eine Sache fokusiere.

      lg Calvin

  • 27.12.2017 at 11:33 |

    Also mit 25 bin auch noch relativ jung. Das bild errinnert mich daran das ich auch ein Instrument als Hobby zum ausgleich lernen möchte (die Gitarre) um mehr Gedanken, Ideen und Motivation, für meinen Traum zu bekommen, auch wennich dadurch mehr kaum Zeit habe. Mein traum ist es von der Fotografie , sowie dues machst und was dazugehört Buisness etc leben zu können. Alles was ich darüber weiß habe ich mir mit Youtube und anderen Onlinekursen, wie deinen beigebracht und mit viel probieren. Auch habe ich bisschen die Zeit davor mitbekommen, wo es noch kein youtube etc gab, da war es schwieriger sich was anzueignen.Klar ist das umsetzen schwer heutzutage. Aber was mir noch auffällt, ist das man durch Youtube regelmäßig content von Leuten bekommt die zu Vorbildern , Mentoren werden können die einen Motivieren am Ball zu bleiben und man so einfach an diese auch rankommt. Ich weiß nicht ob du das uach so siehst mit meinem letzten Punkt. Aber Klasse Blogeintrag. Danke Calvin

    Gruß

    Christian

    • 27.12.2017 at 18:36 |

      Hi Christian

      Super Einstellung und das mit dem Gitarre lernen ist eine super Idee.

      lg Calvin

  • 27.12.2017 at 12:16 |

    Hi Calvin,

    lernen war schon immer einfach, sofern man etwas lernen wollte.
    Zu Schulzeiten war mein Youtube die Bücherei in unserer Schule. In den großen Pausen habe ich dort nach interessanter Literatur geschmöckert und meine Favoriten ausgeliehen. Darunter gab es neben Romanen auch einige Fachbücher, welche mein Wissen erweitert haben.

    Klar, geht das heute mit Internet schneller. Wobei schneller nicht immer stimmt. Oft verbringt man mit der Suche nach dem Gesuchten oft viel Zeit. Viele YouTube-Videos bringen nicht die gewünschten Infos. Bis die Wissenslücke geschlossen werden kann, muß man oft mehrere Videos über sich ergehen lassen. Selten ist das erste Suchergebnis das Beste.

    Wer bereit ist etwas lernen zu wollen hat dies bereits vor Youtube und Konsorten in die Tat umgesetzt.
    Viel schwerer tun sich die meisten Menschen wohl eher beim Umsetzen. Oft sind es fixe Ideen, wo die Anfangseuphorie schnell abflaut oder man sich in zuviel Themen verzettelt.

    Ohne Ziel, Willen und Plan wird das nichts werden mit dem lernen wollen.

    LG
    Bernd

    • 27.12.2017 at 18:38 |

      Eine Bücherei ersetzt für mich nicht Youtube.

      Das ist der Wahnsinn alles in Bewegung und via Film zu sehen.

      Das war früher deutlich schwerer.

      Aber du hast Recht, kann auch zum Fluch werden, da man nur noch sucht und meistens dann nur „überfliegt“.

      lg Calvin

  • Patrick
    27.12.2017 at 17:45 |

    Hi Calvin,

    diese Gedanken finde ich super spannend. Ich lerne am besten für mich selbst. Es ist zwar schwerer sich zu motivieren, aber alles läuft in meinem Tempo, nicht zu schnell und nicht zu langsam. Dabei setzte ich auf eine Mischung aus traditionell Büchern und interaktiv YouTube oder Apps.
    Erst jetzt zu Weihnachten habe ich mir nach über 20 Jahren Pause ein Klavier gekauft, fange quasi wieder bei Null an. Natürlich ist es für mich, aber auch um meinen Töchtern die Chance zu geben ein Instrument auszuprobieren. Bin dabei auch auf „Yousician“ gestoßen, Klasse App für Gitarren- und Klavierunterricht.
    Meine Große ist gerade 3 und daher noch zu jung für autodidaktisch. Oder vielleicht nicht? Ich lass sie einfach drauf „herum-klimpern“ und mit ihrer kindlichen Neugierde das Instrument „entdecken“. Mal schauen ob der Funke überspringt.
    Was ist deine Meinung? Sollte man Kindern komplett freie Wahl lassen und sie einfach auf die Welt loslassen oder sie doch eher anleitend auch mal auf eine Aufgabe fokussieren, auch wenn sie mal keine große Lust haben?

  • 27.12.2017 at 18:39 |

    Phhuuu, sehr schwer.

    Ich lasse aktuell noch machen was sie wollen und schon bald werde ich etwas dahinter sein auch mal Entscheidungen zu treffen und dran zu bleiben.

    Die App schaue ich mir mal an, danke dir.

    lg Calvin

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