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13

Kostenlos arbeiten? Ich bin doch nicht blöd!

Autor: Calvin Hollywood // Geschrieben in: News

Kostenlos arbeiten? Ich bin doch nicht blöd!

Hallo zusammen

Habt ihr schon mal gearbeitet, ohne dafür bezahlt zu werden? 

Natürlich nicht, da wäre man ja schön doof oder? 

So eine Einstellung haben leider viele Fotografen. 

Ich schreibe hier übrigens aus der Sicht eines Berufsfotografen, denn der Hobbyfotograf wird in der Regel nicht dafür bezahlt. 

Mehr dazu im Blogeintrag. 

Viel Spaß


KOSTENLOS ARBEITEN
Ich selbst arbeite öfter kostenlos und genau das ist der Grund warum ich "viel" verdiene. Hä? 
Diese Aussage bedarf natürlich einer Erklärung, ansonsten werde ich bei meinen Workshops wohl bald gefragt, warum sie etwas kosten 🙂

ENTWICKLUNG
Als kommerziell arbeitender Fotograf ist jeder bezahlte Auftrag eine Erfahrung. In der Regel ist es aber so, dass ich auf meinen Jobs nur das fotografiere, was ich kann. Kein Kunde bucht mich für Experimente.
Er will mein KÖNNEN. Und da ich nichts "neues" mache, entwickle ich mich nicht sonderlich dabei, auch wenn ich stets die ein oder andere neue Erfahrung mitnehme. 

Wenn ich mich entwickeln und lernen möchte, suche ich mir eigene Projekte und fotografiere dann ohne dafür bezahlt zu werden. Manchmal werden mir auch Projekte von anderen Personen vorgeschlagen. Und genau diese Bilder sorgen dafür, dass ich Jobanfragen bekomme, bei denen ich gut bezahlt werde. 


BEISPIEL LAZAR ANGELOV
Vor einigen Jahren fotografierte ich (kostenlos) Andreas Trienbacher. Er ist ein Personaltrainer aus Karlsruhe, den ich auf Facebook kennengelernt habe. 
Wir haben sehr viele tolle Bilder erstellt. Aber bei einem Bild hat es quasi "Klick" gemacht. 

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Aufgrund dieser Aufnahme wurde ich für einen sehr interessanten Job gebucht. Bei diesem Job habe ich unter anderem "bezahlt" Lazar Angelov fotografiert. Was wäre passiert wenn ich Andreas NICHT fotografiert hätte? Wäre der Job mit Lazar zustande gekommen? Wer weiß!

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Hat sich das kostenlose Shooting, was uns damals Geld und Zeit gekostet hat, gelohnt? 
Zu 100%, den bereits nächste Woche shoote ich (bezahlt) das nächste sehr bekannte Fitnessmodell. 


PRAKTIKANT JULIUS
Kommen wir zu Julius, der die nächsten 6 Monate für mich KOSTENLOS arbeitet. What?
Wie doof muss Julius sein? Das fragen sich viele in seinem Alter bzw. in seiner Situation. 

Es ist zum heulen, in welch tragischer Situation sich Julius befindet. 

Julius


BEZAHLUNG
Ich denke das Problem liegt darin, dass fast alle mit GELD bezahlt werden wollen. 
Geld ist wichtig und macht einen Menschen definitiv "freier". 
Ich spreche hier aus Erfahrung, da ich es auch kenne monatlich nur 250 Euro (bzw. DM) zur Verfügung zu haben. 

Es gibt aber noch wesentlich bessere Bezahlungen als Geld. Ich spreche hier von der Bezahlung mit: 

  • Entwicklung
  • Weiterbildung
  • Hilfe
  • Motivation
  • Freude
  • Verwirklichung
  • und vieles mehr

 

"Es gibt Abende, an denen ich in wenigen Stunden mehr verdiene, als andere in einem kompletten Jahr. Das ist nur deshalb so, weil ich schon unzählige Male "kostenlos" gearbeitet habe"


FAKE THE JOB
Ich habe es schon so oft empfohlen und empfehle es immer wieder. 
Wenn du Sportler kommerziell fotografieren willst, fotografiere sie zuerst kostenlos. 
Du lässt dich einfach mit Bildrecht und Erfahrung bezahlen. 

Das Gleiche auch bei Businessaufnahmen oder anderen Bereichen. 
Du brauchst ein starkes Portfolio und das bekommst du am besten auf eigene Faust.
 

Zeige in deinem Portfolio die Bilder, welche du als Job machen möchtest


NUTZEN und MOTIVATION
Egal für wen du arbeitest, frage dich stets was DEIN Nutzen sein könnte. 
Ich kenne und kannte viele Fotografen, die nur fürs Geld gearbeitet haben. 

Der Spaß und die Motivation bleibt auf der Strecke und man entwickelt sich auch nicht mehr weiter. 
Geld ist eine extrinsische Motivation. Die wichtigere Motivation ist die, welche von innen kommt (intrinsische). 
Und genau dafür lohnen sich die "kostenlose" Arbeiten. 
Frag doch einfach mal einen Hobbyfotograf warum er fotografiert?
Weil er die intrinsische Motivation hat, die vielen Berufsfotografen fehlt. 


FAZIT
Wenn ein Kunde nicht genügend Budget hat mich zu bezahlen, bitte ich ihn um Vorschläge was noch für mich interessant sein könnte. Den wenigsten fällt dazu etwas ein, aber sie verstehen es dann, dass ich nicht ohne Grund günstiger oder kostenlos arbeiten will. Es kam aber auch schon oft vor, dass man gemeinsam Lösungen findet, die viel mehr Wert sind als "Geld". 

Nun seid ihr an der Reihe.
Wie steht ihr zu diesem Thema? 
Habt ihr schon mal ohne Bezahlung (Geld) gearbeitet? 
Würde ihr definitiv NICHT arbeiten oder dafür auch bezahlt zu werden? 
Ich bin auf eure Meinung gespannt.

lg Calvin
www.calvinhollywood-store.com

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Kommentare (50)

  • 13.08.2015 at 12:22 |

    Sehr cooles Thema Calvin,

    ich weiß noch, wie wir letztes Jahr im Auto gesessen haben und über die Photokina-Woche gequatscht haben und du zu mir meintest „warum arbeitest du eine Woche für mich umsonst, du hast es eigentlich gar nicht nötig“ und vielleicht erinnerst du dich noch an meine Antwort – „ich will nur Spaß und eine gute Zeit haben, ich mache solche Dinge öfter wenn ich Bock drauf habe“.

    Mein Bruder und ich haben öfter unbezahlte für Sachen für div. Boxer gemacht (u.a. Arthur Abraham), vor drei Wochen haben wir dann auf Grund unser Erfahrung im Sport eine große Strecke für ADIDAS im Bereich Box-Sport fotografiert (bezahlt natürlich). Das wäre wohl nie passiert, hätten wir von Anfang an gesagt „nee machen wir nicht für lau“.

    Genauso ist es bei ganz vielen anderen Dingen in meiner Vergangenheit.

    Man sollte natürlich vorher gut überlegt haben, für wen oder was man (umsonst) arbeitet und klar waren am Ende auch einige Sachen bei, die einem nichts gebracht haben, aber bei fast allen Sachen haben sich nach 1-2 Jahren mehrere größere Aufträge entwickelt.

    Also Calvin, alles richtig gemacht 🙂

  • 13.08.2015 at 12:39 |

    Sehr toller Beitrag, den ich zu 100% unterschreiben kann !

    Meine damalige Chefin hat mir damals zu Lehrzeiten schon geraten viel neben der Arbeit zu fotografieren. Zu experimentieren und so ein kleines portfolio aufzubauen. So habe ich dann irgendwann auch „mein Ding“ gefunden, – und konnte mit vielen tollen und kostenlos entstandenen Fotos Werbung betreiben. Auch eine Hand voll Hochzeiten habe ich quasi kostenfrei fotografiert, und war damals mega glücklich diese für Werbezwecke nutzen zu dürfen… denn heute lebe ich von solchen Aufnahmen 🙂 Letztens habe ich auch wieder eine Shootingtour durch Deutschland gemacht und viele TFP Shootings organisiert, einfach um zu schauen wo mich mein Weg noch hinbringen wird.

  • 13.08.2015 at 12:47 |

    Ich finde es immer wichtig „freie Arbeiten“ zu machen. Es macht spaß und hat, wie Du schon geschrieben hast, meist ein nutzen.

    Mich würde mal interessieren, wie LAZAR ANGELOV von Deinen Bildern die Du mit Andreas gemacht hast erfahren hat.

    Gruß
    André

    • 13.08.2015 at 17:06 |

      Lazar wurde selbst für den Job gebucht.
      Er kannte mich vorher denke ich nicht.
      Mein Auftraggeber für diesen Job kam aus der Ecke Karlsruhe, wo auch Andres herkommt und hat so von mir erfahren.

      lg Calvin

  • 13.08.2015 at 12:49 |

    Tolles Thema!

    Ich selber fotografiere sehr oft „kostenlos“ um meinen Wirkungsbereich zu vergrößern. Das findet z.B. in der Familienfotografie sehr großen Anklang und bisher habe ich davon nur Profitiert, denn die Kunden kamen zu 90% alle wieder und haben dann nochmal Fotos machen lassen gegen Bezahlung. Ich finde es immer schade, wenn ein Hobbyfotograf gleich meint er müsse für jedes Shooting Geld nehmen. Erfahrung und Weiterenktwicklung sind unbezahlbar und das kann einem danach keiner mehr nehmen. Klar gibt es auch die Sorte Kunde die, wenn sie einmal was kostenlos bekommen haben, das immer wieder kostenlos haben möchten, aber ich habe für mich entschieden, dass ich auf diese „Kunden“ nicht angewiesen bin, denn es gibt genug, die auch honorieren, was für die getan wird bzw. wurde. Ich werde es auch in Zukunft so weiter handhaben, dass ich kostenlos Shoote, wenn ich mich damit Weiterentwickeln kann. Hauptsache es macht Spass und man endet nicht in einem Job, den man so eigentlich gar nicht machen wollte.

    Beste Grüße
    Tina

    • 13.08.2015 at 17:07 |

      Es geht hier nicht um Hobbyfotografen.
      Die brauchen aber können Geld verlangen.
      Aber freut mich dennoch von deinen Erfahrungen zu lesen

      lg Calvin

  • 13.08.2015 at 12:53 |

    Sehr gut geschrieben! 🙂
    Ich selbst bin ausschließlich Hobbyfotograf und mache sehr viel kostenlos. Jedoch finde ich auch, dass es immer in einem gesunden Verhältnis stehen sollte. Ich rede jetzt von Hochzeiten, Abibällen, usw. bei denen man wirklich sehr sehr viel Aufwand hat und meist die ganze Zeit unter Stress steht.

    Aber wenn ich selbst ne Idee habe, die ich verwirklichen will bzw. wenn jemand eine Idee hat und mich dazu fragt und ich die Idee einfach geil finde, dann mach ich das auch gerne kostenlos. Allein durch die Kontakte, die man dabei knüpft und durch die Mundpropaganda, die dabei entsteht, wenn Dritte die Fotos sehen und sich fragen wer die gemacht hat, ist unbezahlbar. Dadurch habe ich persönlich schon, für meine Verhältnisse, viele Anfragen von Leuten bekommen, die ich vorher nicht persönlich kannte.

    Daher gehe ich voll mit dem mit, was du schreibst Calvin. Lieber 10 Sachen kostenlos machen und dabei geile Connections und Kontakte knüpfen, als bei 2 Sachen gleich nen Preis zu nennen, der eventuell noch exorbitant hoch ist da man die Preise so von Anderen kennt, denn sonst wird man nie wieder gefragt und wird verschwindet in der Versenkung.

  • 13.08.2015 at 13:33 |

    Hallo,

    sehr toller Artikel.
    Ich fotografiere als Assistent eines erfahrenen Hochzeitsfotograf seit diesem Jahr Hochzeiten.
    Wenn ich das rein nach dem Aufwand und der „Bezahlung“ rechnen würde, würde jeder, der sich nicht damit beschäftigt hat sagen was machst du für nen quatsch. Opferst deine Samstage um für wildfremde Bilder zu machen, von denen du 99% nicht verwenden darfst.
    Aber wenn ich überlege, was ich dabei schon alles gelernt und an Erfahrung gesammelt hab. Das ist unbezahlbar.
    Ich kann es voll und ganz unterstützen, dass man ab und an auch mal nicht ans Geld sondern an sich selber denken sollte. Das ist viel wertvoller.

    Viele Grüße
    Marc

    • 13.08.2015 at 17:08 |

      Gute Einstellung Marc, irgendwann fotografiert mal jemand für dich wie du es gerade machst

      lg Calvin

  • Jennifer
    13.08.2015 at 13:44 |

    Ich kann dem Betrag so nicht zustimmen und die Kommentare auf diesen zeigen deutlich, dass er absolut falsch verstanden wird.
    Es ist ein sehr grosser Unterschied ob man „gestandener und bekannter Fotograf“ ist, der wegen seinem Stil gebucht wird oder gerade dabei ist, sich etwas aufzubauen.
    Als Profi muss man sich Zeit nehmen, auch mal über den Tellerrand zu sehen und natürlich lässt man sich in „Geldeinheiten“ nicht für etwas bezahlen, was man nicht kann oder mal ausprobieren möchte.
    Gerade als „Anfänger“ sollte man nur die Leistungen anbieten, die man beherrscht und sich auch anständig bezahlen lassen. Die Meinung, dass sich weitere Geschäfte mit jemanden ergeben der einen nicht richtig bezahlt oder gar nicht, ist absolut falsch! Das funktioniert nicht. Weil das definieren über den Preis einen vergleichbar macht und von solchen „farblosen Fotografen“ existieren mehr als genug.
    Bei „freien Arbeiten“ sind als nur zwei Faktoren entscheidet. Die Weiterentwicklung eigener Skills UND vor allem, der persönliche Kontakt zu jemanden. Kostenlos sollte generell niemand arbeiten. Aber wichtige Kontakte und Erfahrungen sind eine Währung, die mit nichts anderem vergleichbar ist.

    • 13.08.2015 at 17:11 |

      Das sehe ich (leider) anders.
      Gerade als Beginner sollte man durch freie Arbeiten ein sauberes Portfolio erstellen.
      Gerade am Anfang verlangt man mal extrem wenig oder gar nichts um das Bildrecht zu bekommen.
      Das war für mich am Anfang viel wichtiger, als die Bezahlung.

      Ich habe damals mit Hochzeiten begonnen und fand mich gut darin.
      Da mich keine Sau kannte, hätte ich nie Geld verlangen können.
      Daher habe ich über ein paar engere Kontakte ein paar Hochzeiten für lau fotografiert.
      Dann kamen gleich die bezahlten.

      So habe ich das bisher immer gemacht.

      lg Calvin

    • Oli
      14.08.2015 at 05:24 |

      Kann ich nicht zustimmen.

      Als ich für einen Grossen Konzern im Marketing gearbeitet habe musste ich leider feststellen, dass es viele „Profi“ Fotografen gibt die zwar davon leben aber nicht das abliefern was von Ihnen erwartet wird, obwohl sie ein tolles Portfolio und ein Berg an Referenzen vorweisen können.

      Mittlerweile habe ich die Seite z.T. gewechselt (Fotos & Marketing) und muss sagen, dass ich für meinen heutigen grössten Auftragsgeber den ersten Auftrag auch umsonst abgeliefert habe und dies waren nicht nur Fotos sondern eine ganze Werbebroschüre inkl. Konzept.
      Dem Kunden hat es so gefallen, dass ich heute fast alle seiner Aufträge erhalte und somit 80% meines Erwerbs damit erwirtschafte!

      Ich kann jedem Calvin’s vorgehen nur empfehlen! Vergesst jedoch nicht Euch gut vorzubereiten, denn Ihr wollt ja eine positive Visitenkarte hinterlassen. Somit gehört eine der Aufgabe angemessene Vorbereitung selbstverständlich dazu. Macht besser ein Auftrag richtig als zwei halbpatzig!

      lg Oli

  • 13.08.2015 at 13:45 |

    Deinen Blog zu lesen und deine Videos zu gucken ist weiterbildung im dauermodus. Danke dafür

  • 13.08.2015 at 14:05 |

    Hallo,

    ich sehe das genauso wie Jennifer..Ich habe mich während meiner Ausbildung für eine Richtung entschieden und diese, bis heute mit Leidenschaft beibehalten. Wenn ich etwas neues probieren will, suche ich mir Freunde und probiere… Ich denke wenn ich einmal kostenlos arbeite und dann ankomme und Geld verlange, sucht der Kunde sich den nächsten der es kostenlos macht.. Die meisten großen Firmen haben eh Ausschreibungen, wo man sich bewerben kann…

  • 13.08.2015 at 14:14 |

    Hi Calvin,

    da stimme ich dir voll zu. Wenn die Aufnahmen toll in mein Portfolio passen würden und ich in dem Bereich noch Lücken habe, dann fotografiere ich gerne gratis, denn dann ist es nicht umsonst! 😉 Bilder die ich schon zu genüge gemacht habe oder die nichts besonderes darstellen, lehne ich ab oder verlange Geld. Klar bin ich immer Verhandlungsbereit aber für Fotos die ich nicht benötige ist mir die Zeit einfach zu schade. Wenn es ein bezahlter Job ist, dann gerne!

  • 13.08.2015 at 14:30 |

    Hey,

    ich drehe Auch heute noch unbezahlt aftermovies (bzw. Für +-0 also fährt Hotel usw nehme ich gerne mit) – dafür habe ich einen geilen abend, keinen zu großen Druck beim filmen und lern einfach viele neue Leute kennen 🙂

    Wenn ich mehr bezahlt bekomme, investieren ich es direkt in neues equipment (kennt glaub ich jeder hier :P) aber ich mache es um kreativ zu sein und Spaß zu haben 😀

    Der blogeintrag ist super! 😀

    Ich finde den blogeintrag sehr gut!

  • Philipp B.
    13.08.2015 at 15:09 |

    Hallo Calvin,
    vielen Dank für den super Blog-Artikel.
    Ich hab noch eine Frage dazu. Wie/wo ziehst Du die Grenze bzw. begründest diese, warum Du jetzt dieses Shooting NICHT kostenlos machen willst/kannst. Kann man das pauschal sagen?
    LG Philipp

    • 13.08.2015 at 17:12 |

      In der Regel kostet JEDES Shooting Geld. 
      Aber wenn ich in einem Bereich einsteigen möchte, oder einfach mal so fotografieren will wie ICH das gut finde, dann lasse ich mich mit Bildrecht bezahlen. 

      lg Calvin

      • Peter Schellbrink
        06.07.2016 at 12:04 |

        „dann lasse ich mich mit Bildrecht bezahlen“

        Was soll denn dieses „Bildrecht“ bitte sein? Diesen Begriff gibt es nirgends im Urheberrecht und ich habe auch sonst noch nie davon gehört.

  • 13.08.2015 at 17:03 |

    Wieder sehr cooler Artikel!

    Ich habe auch sehr viel über kostenlose Arbeiten gelernt.
    Und wie andere hier, sehe ich es auch so, Erfahrung ist die beste Bezahlung.

    Jedoch finde ich die Argumente dagegen auch verständlich.
    Es ist aber möglich nach Außen zu kommunizieren das es nichts umsonst gibt.

    Man sollte eben standhaft bleiben.
    Gerade am Anfang ist es schwer, dass weiß ich selber.
    Bin auch gerade erst am Aufbauen.

    Hat man jedoch ein Ziel und eine Vision wo man hin will, geht alles.
    Einknicken und Aufgeben sind einfach Wörter die du aus deinem Kopf streichen musst.

    Gerade am Anfang merke ich jetzt auch, dass immer mehr Anfragen rein kommen. Klar kommen welche die etwas kostenlos wollen aber auch bezahlte.
    Also würde ich sagen hat Calvin vollkommen recht mit seiner Meinung.

    Schöne Grüße
    Stefan

    • 13.08.2015 at 17:15 |

      Das stimmt und ich glaube das meinte Jennifer auch.
      Nach „draussen“ sollte man das nicht kommunizieren, das man auch kostenlos arbeitet.
      Es sei denn das Geschäft läuft und man muss sich keine Sorgen machen.
      Bei meiner Zielgruppe ist das alles problemlos der Fall

      lg Calvin

  • 13.08.2015 at 17:35 |

    Grundsätzlich ist die Einstellung auch völlig richtig. Ich würde es nur nicht als „kostenloses“ Arbeiten bezeichnen. Auch ein TfP ist ja kein „kostenloses“ Shooting. Es ist wohl eher ein Kompensationsgeschäft. Problematisch wird es leider immer dann, wenn jemand tatsächlich auch noch gg. das vereinbarte TfP verstößt (Model beispielsweise die Bilder an jemand Drittes zur kommerziellen Nutzung weitergibt…obwohl nur Eigenwerbung vereinbart war für’s Model). Da hab ich leider schon viel sehr traurige Erfahrungen gemacht. Das geht zum Teil dann auch soweit, dass die Gegenseite den Spieß rumdrehen will und Dich eigentlich als den „bösen“ darstellt. „Warum stellt der sich jetzt so an?“ oder „Ich trete das mal schön breit, dass der Fotograf da so rumzickt..usw.“ Aber das ist vlt. wieder eine völlig andere Diskussion 🙂

    Weiterhin viel Erfolg Calvin! Du hast wirklich virtuose Kompositionen und Tutorials am Start.

  • 13.08.2015 at 17:51 |

    Hallo Calvin

    Ich hab was nicht richtig verstanden,
    was meinst beim Fazit mit dem Satz?
    „“Wenn ein Kunde nicht genügend Budget hat mich zu bezahlen, bitte ich ihn um Vorschläge was noch für mich interessant sein könnte.““

    Meinst du mit Vorschläge andere Shooting Aufträge?

    • 14.08.2015 at 11:52 |

      Nein, aber vielleicht kann dir der Kunde etwas liefern was wertvoll für dich ist.
      Bildrechte, Referenzen, Dienstleitung etc.
      Sollte nicht die Regel sein, aber es gibt oft Möglichkeiten.

      lg Calvin

  • 13.08.2015 at 20:22 |

    Hallo Calvin,

    Danke für deinen Blog Beitrag. Ich habe die letzten Woche viel Stress gehabt, gerade weil ich mehrere bezahlte Shootings hatte.
    Stress deswegen weil die meisten davon nicht das waren weswegen ich mit der Fotografie angefangen habe.

    Ein paar wahren cool weil es genau das ist was mir Spaß macht.
    Und genau aus dem Grund werde ich ab jetzt Konsequent Aufträge ablehnen auf die ich keine Bock habe und die „freie“ Zeit dafür nutzen in meinen „Lieblingsbereichen“ noch besser zu werden.
    Eben mit „freien“ Shootings.

    War zwar vielleicht nicht ganz die Aussage deinens Blogpost, aber genau das war es was bei mir (mal wieder) klick gemacht hat.

    Danke

  • 14.08.2015 at 08:27 |

    Du sprichst in deinem sehr schön geschriebenen Beitrag genau auch meine Situation an. Ich biete den meisten Sportlern, die ich outdoor fotografiere auch immer ein bescheidenes Honorar an, das sie aber meistens ablehnen. Dafür bekommen sie ein paar gute shots und ich sammle sehr wichtige Erfahrungen nicht nur fotografischer Art, sondern auch im Umgang mit Kunden..

  • Hallo Calvin,
    Als Berufsfotograf halte ich es im Gegensatz zu Dir etwas anders, denn der Kunde soll keinesfalls das Gefühl haben, das meine Arbeit kein Geld wert ist. Denn der Kunde würde natürlich voller Stolz rum erzählen, dass er bei Glamourpixel etwas umsonst bekommen hat, auch wenn man ihn darum bittet, genau das nicht zu tun. Und dann kommen die Schmeißfliegen! 🙂
    Bei neuen Projekten mache es so, dass ich zumindest eine Schutzgebühr verlange, die deutlich unter meinem Satz ist, quasi einen einmaligen Spezialpreis, auf den sich andere Kunden nicht berufen können. Weder ein Klempner, Automechaniker, Maler oder Programmierer würde als etablierten Profi, der seinen Lebensunterhalt damit verdient auch regelmäßig kostenlos arbeiten. Beim Portfolio-Aufbau stimme ich Dir absolut zu. Wenn man frei und ohne Kundenzwang arbeitet, dann erzielt man vielleicht die beste Qualität, die man vorzeigen kann. Noch besser ist es, wenn man einem Kunden zu dem bezahlten Auftrag ein extra Imagefoto oder eine Fotomontage anfertigt. Damit ist der Auftrag zwar nicht kostenlos, aber der schon zufriedene Kunde bekommt einen kostenlosen Zusatz und ist begeistert! Darüber hinaus kann man dann damit werben, dass es sich um ein Auftragsfoto gehandelt hat.
    Kostenlose Probefotos in der Werbefotografie werden zwar oft angefragt, aber die lehne ich grundsätzlich ab, denn dafür habe ich bereits ein aussagekräftiges Portfolio und mehr als 120 Referenzkunden, auf die ich dann immer verweise.

    Gruß Marco

  • 14.08.2015 at 12:38 |

    Hallo Calvin,
    Ich persönlich finde du hast das Thema auf den Punkt gebracht und handhabe es genau so wie du. Wer rastet der rostet und wenn jemand meint er hätte ein gutes Portfolio und das das reicht für seine Kunden sollte aber nicht vergessen das die Entwicklung weiter geht. Weil auch andere Fotografen so wie du arbeiten werden immer wieder neue Looks und Trends entstehen. Wer da nich mithalten kann bleibt auf kurz oder lang auf der Strecke.

    Gruß

    Bernhard

  • 16.08.2015 at 22:50 |

    Sehr schön Calvin,
    das ist zur zeit meine Arbeitsweise und genau so verteidige ich sie wenn wieder jemand meckert.
    Für etliche Sachen werde oder wurde ich nicht bezahlt. Die einen Sachen hab ich gemacht weil ich Bock drauf hatte, die nächste Arbeit hab ich gemacht weil ich sowas noch nicht gemacht habe und eine anderen Job hab ich übernommen weil man mir Support angeboten hat. Theater Fotografie kann man z.b. nicht als TFP buchen… Da hatte ich Bock drauf. Gut … es ist eine kleine Leihen Darsteller Bühne… Ich hatte Bock darauf und ihnen gefiel meine Arbeiten. Mittlerweile zieren zwei Plakate von ihnen meine Bilder und ein Kalender dürfte ich ihnen auch Fotografieren. Vom Support mal abgesehen gibt das immer wieder neue Erfahrungen und impulse die ich dann bei Pay Jobs umsetzen und nutzen kann.

    Kein geld für seine Arbeit zu bekommen muss nicht heißen das man nichts daran verdienen kann.
    Man darf sich aber auch nicht ausnutzen lassen und sollte im Blick haben das es einem auch was bringt wenn man mal was für „Umsonst“ macht.

    Danke für Deine Gedanken dazu. vielleicht meckern jetzt ein zwei weniger mit mir 😀 😉

    Gruß Lars

  • 24.08.2015 at 12:12 |

    Hey Calvin,

    auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich auszahlen kann, hin und wieder etwas für lau zu fotografieren. Doch aus meiner Sicht sollte man sich auch gut überlegen, inwieweit sich ein solcher Auftrag zukünftig rentieren kann. Ich persönlich schätze dann immer die Wahrscheinlichkeiten ab und überlege ob ich bei diversen Arbeiten nicht einen anderen positiven Effekt dadurch erziele. Z.B. kostenlose Werbung o.ä.

    Doch wie gesagt – Sollte eine solche „Umsonst“- Arbeit auch die Ausnahme bleiben. Ich bin ein Freund von win-win Situationen und da ist ein gegenseitiges Helfen unabdingbar.

    Schön dass du diese und ähnliche Themen auch immer mal wieder aufgreifst !!!

    Viele Grüße aus dem schönen Braunschweig

    Patrick

  • 25.08.2015 at 00:13 |

    Sehr motivierender Beitrag Calvin!
    Ich selbst arbeite neben teilweise bezahlten Porträt Shootings auch öfter „umsonst“. Dabei suche ich mir aber dann gezielt selbst Leute aus, die mein Portfolio bereichern könnten. Ein gelungenes Endergebnis ist oftmals die beste Bezahlung und zieht im Portfolio auch immer wieder neue Leute an.
    Grüße aus Selb,
    Markus

  • 29.08.2015 at 10:21 |

    Das bestärkt mich in meiner Ansicht des kostenlosen fotografieren!!!

    Denn kostenlos bedeutet nicht gleich kostenlos!
    Ich selbst stehe zwar auch noch am Anfang, aber genau aus diesem Grund versuche ich oft ein kleines Praktikum zu erhaschen in meiner Umgebung bei guten Fotografen zu Themen die mich wirklich interessieren. Alleine schon aus dem Grund etwas neues mitnehmen zu können. Zum anderen fotografiere ich öfters auch mal kleinere Labels die gerade mit einem Low Budget auskommen müssen. Dabei kann ich mich immer wieder Neu erfinden und auch neue Erfahrungen sammeln. Außerdem gewinne ich meisten eine Gegenleistung als Dienstleistung die mir wirklich zu Gute kommt. Und auch das ist eine Win-Win Situation für beide Seiten!

    Viele Grüße Andreas

  • 02.09.2015 at 14:45 |

    Auch wenn man nicht immer bezahlt wird, ist es wichtiger, dass die Weiterbildung und die Erfahrungen sehr hoch sind. Daher finde ich es gut, dass Julius kostenlos arbeitet, wenn er bei dir auch was lernen kann und das kann er hundert Prozentig!

  • Elisabeth
    11.09.2015 at 23:31 |

    Ich seh, es stimmen dir hier viele zu. Aber darf ich mal kurz bei einem Punkt bleiben?

    Du lässt einen Jungen SECHS Monate UNBEZAHLT für dich arbeiten?! Das halte ich schon für übertrieben. Also als Erstes: Wie viele Stunden arbeitet er in der Woche? Verzeih mir wenn er nur ab und zu aushilft, das ist ok, aber Vollzeit geht mir etwas gegen den Strick. Weil ich habe genug Praktika unbezahlt gemacht, aber mittlerweile reicht es mir. Wie will man mit „all den guten Erfahrungen“ seine Miete zahlen? Wie soll man seine eigenen Projekte mit „Dankbarkeit“ finanzieren? Soweit ich weiß lassen sich Studios keine Mietrechnung mit „danke für die tolle Erfahrung“ bezahlen. Aus Fairness, weil fast alle sich einmal in dieser Situation befanden, finde ich, sollte man auch Praktikanten etwas zahlen, vor allem wenn man selbst Geld verdient. Gerade bei bezahlten Auftragsshootings sollte man Assistenten etwas zahlen. Sie leisten eine tolle Arbeit und das darf entlohnt werden. Ich weiß, dass es in Deutschland viel mehr verbreitet ist junge Leute unbezahlt für einen arbeiten zu lassen, aber ich finde hier sollte ein Umdenken stattfinden.

    Meine Standardantwort auf die Frage, warum ich für meine Fotografie bezahlt werden will, ist ganz einfach. Ich hab eine Ausbildung darin gemacht und abgeschlossen, ich investiere viel Zeit darin, habe Geld für mein Equipment gezahlt und arbeite genau. Wenn ein Handwerker kommt und seine Arbeit macht, zahlt man ihm auch, weil es sein Beruf ist. Also finde ich, dass wir in der Kreativszene nicht anders behandelt werden sollten, nur weil wir unsere Arbeit aus Leidenschaft machen.
    Dazusagen will ich aber, dass ich natürlich meine Portfolioarbeiten auch kostenlos mache. Wo ich jedoch empfindlich werde, ist wenn Kunden kostenlose Arbeiten haben wollen, mit der Aussage „kannst du ja für dein Portfolio verwenden“.

    Ich hoffe mein Kommentar war jetzt nicht zu leidenschaftlich, aber gerade Praktikanten möchte ich immer verteidigen, weil ihre Stimmen sonst untergehen.

    LG
    Elisabeth

    • Jürgen S.
      16.09.2015 at 08:07 |

      @ Elisabeth

      Bist du die Schwester von Andrea Nahles ?

      Du denkst wohl auch, dass Dinge, die nix kosten auch nix taugen………

      Lies den Text von Calvin nochmals von Anfang, aber vergiss auch nicht „zwischen“ den Zeilen zu lesen !

    • 06.11.2015 at 15:21 |

      Praktikanten haben nichts von ihrer Leistung bei Calvin?
      Sag das mal dem Gabor… was der aus seiner Erfahrung in der Retusche und im Marketing gelernt hat und was er heute verdient…
      Niemand zwingt den Julius (hoffe ich 😉 ) und wenn er durch Unterstützung seiner Eltern, Nebenjobs oder eigenen bezahlten Aufträgen das machen kann ist das eine richtig gute Sache.

    • Peter Schellbrink
      06.07.2016 at 12:08 |

      Da kann ich Elisabeth nur zustimmen. Praktikanten nicht zu bezahlen, und das über ein halbes Jahr, ist einfach ein no-go.

      Praktikanten gehören anständig bezahlt, kranken-, unfall- und sozialversichert. Ansonsten ist es schlicht Ausbeutung.

  • Klaus
    06.10.2015 at 12:44 |

    Is halt alles liberalisiert. Was früher ein solider Arbeitsplatz war, von dem man eine Familie ernähren konnte wird heute niedlich „Job“ genannt; bei entsprechend prekärer Bezahlung. Früher hat man als Schüler in den Ferien Job gehabt und einen kleinen Obulus gekriegt.
    Erwachsene Menschen müssen heute ein kostenloses – zumeist mehrmonatiges – Praktikum absolvieren und werden mit der Bezeichnung „Praktikant“ noch gedemütigt. Früher hat man irgendo einen (!) Tag zur Probe gearbeitet und wenns nicht gepasst hat, hat man 100 Mark in die Hand gekriegt und hat sich halt woanders beworben.

    Akademiker kommen von der Uni und hangeln sich von Praktikum zu Praktikum. Wer einen bezhalten „JOb“ hat, der kriegt dutzendmal hintereinander einen Zeitvertrag. Ja, das gibts, oft auch bei staatlichen Behörden.

    Ach, und dann noch die Zeitarbeit, die den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern soll.

    Alles Augenwischerei: Die Menschen sollen schuften für nix und sich richtig verrückt und krank machen.

    Allerdings gibt es zwei Seiten: wenn einer so naiv ist als kostenloser Praktikant zu arbeiten, solls halt machen.

    @Calvin: Du hast schon sooo viele Praktikanten ausgenuckelt.. meinst du die werden jetzt alle erfolgreich? 😉 Kann dir ja egal sein, du hast deinen Schnitt gemacht.

  • Andreas
    23.11.2015 at 21:13 |

    Stimme Klaus da uneingeschränkt zu und nur mal so zum Nachdenken, eben auch von einem anderen Gesichtspunkt aus gesehen. Ist es nicht ziemlich arrogant von jemanden, der erfolgreich ist und der es finanziell gar nicht nötig hätte, zu sagen du arbeitest für mich eine Zeit lang Monat für Monat umsonst und darfst dafür von mir lernen? Wie viel Motivation und Engagement bringe ich denn zu so einem Job mit? Es ist doch ein Unterschied ob du als erfolgreicher Fotograf mal nen Job für umme machst oder aber jemanden Monate lang für dich arbeiten lässt! Da sollte schon auch eine Bezahlung drin sein denn das ist eine Anerkennung! Gibt es kein Geld wird er auch nicht anerkannt.

    Ihr begegnet euch auch nicht auf Augenhöhe , so das sich ein guter Konsens bilden kann. Auch hat das meiner Meinung nach, nichts mit Entwicklung zu tun wenn ich jemanden kopiere. Würdest du dich nicht auch still über jemanden ärgern der in deinem Metier unterwegs ist und dich ganz offensichtlich kopiert und dabei noch deine Preis unterbietet?
    Klar kann man sich das alles immer damit schön reden das es ja funktioniert…..das hat die Sklavenhaltung einen Zeit lang auch getan, aber wo sind da die ethischen Grenzen? ich persönliche finde das nur traurig, das gilt für alle Ausbeuter die sogenannten Praktika’s als selbstverständlich betrachten und den eigentlichen Zweck immer mehr verfremden.

    Und ich hatte auch schon unverschämte Anfragen von Unternehmen die sich dachten wir finden schon einen dummen Fotografen, der für uns das erste Jahr für lau arbeitet. Sollte man nicht lieber gegen so ein System steuern?

    Auch ich mache schon mal Jobs für lau, für mich oder einen warmen Händedruck aber dann auch bei den Leuten die es verdient haben. Und meist entwickelt sich wirklich was daraus aber das sind dann gute Geschäftsbeziehungen. So gern ich dich auch immer wieder lese und deine Art die ich sonst sehr mag und ja auch zeitweise von deinen Tips profitiere ….für dich würde ich nicht kostenlos arbeiten. 🙂

  • 06.12.2015 at 17:42 |

    Super Artikel Calvin!

    Und so wie das einige verstehen, „kostenlos“ heisst ja nicht gezwungenermassen „kostenlos“.
    Genau diese Freiarbeiten bieten soviel mehr als nur „Zeitverschwendung“…Auch wir haben dadurch soviel dazugelernt und enorm viele Kontakte knüpfen können.
    Networking ist unserer Meinung nach das A und O und teilweise viel wertvoller als alles andere.

    Beste Grüsse aus Mallorca,
    Steven & Eddy

  • […] Tipps, wie man sich beispielsweise davon freischwimmt, als freiberuflicher Fotograf kostenlos zu arbeiten, oder wie man seine Zielgruppe anspricht, finde ich hilfreich. Sein Beitrag […]

  • 14.01.2016 at 14:35 |

    Ich bin Profitotograf seit 10 Jahren und arbeite dennoch hin und wieder kostenlos.
    Warum erkläre ich in meinem youtube-Video.
    Vielleicht ist das für den einen oder anderen interessant 🙂
    https://www.youtube.com/watch?v=sHfBvau3hic

  • 05.07.2016 at 14:22 |

    ich befasse mich auch immer wieder mit dem diesem Thema. Nice Artikel Calvin

  • 05.07.2016 at 14:38 |

    Vielen dank Calvin für diesen Beitrag,

    Ich Wiederspiegel mich in diesem Beitrag und das fühlt sich gut an, wenn es Richtig ist wie man an die Sache ran geht.
    Ich sag immer steck dein EGO Weg und Arbeite so hart du kannst ob mit oder ohne Bezahlung.
    Ich geh so an die Sache ran.
    Wenn ich mir ein Gehalt vorstelle von sagen wir mal 5000€ verdienen möchte,
    sage ich mir: Ist das was ich gerade tuhe das wert so viel zu verdienen??
    Deswegen geb ich selbst bei kostenlosen shootings mein alle bestes.
    Also vielen dank und Immer weiter so, bleib stark und nicht vergessen immer ein mal öfter aufstehen als man hinfällt!!

    Liebe Grüße Tarkan G.

  • 05.07.2016 at 15:46 |

    Ich weißt noch wie sich ein Fotograf total herablassend darüber geäußert hat,
    dass ich umsonst Konzerte Fotografiere. Es waren meine Anfänge und es hat mir schlicht und ergreifend Spaß gemacht.
    Darauß haben sich tollte Kontakte, Jobs und am wichtigsten: Freundschaften entwickelt, die ich nicht missen möchte.
    Künstler die vor 5 Jahren noch vor 50 Menschen auftraten, füllen jetzt ganze Stadien. Und es ist sehr schön diese Entwicklung im wahrsten Sinne „Live“ miterlebt zu haben.

    Ich glaube man braucht ein gesunde Portion Bauchgefühlt um herrauszufiltern, was einem nur Energie raubt, und was einem Spaß bringt und somit auch nen guten Kontakt und einen Folgeauftrag.
    Wir kennen nämlich auch alle den Spruch: „Wenn wir groß sind oder beim nächsten Job bekommst du dann auch Geld“
    Es ist wahrscheinlich ein Lernprozess den jeder für sich bestreitet.

    Aber gerade wenn man finanziell gut aufgestellt ist, sollte man hin und wieder mal etwas machen, um aus den Alltagsgeschäft rauszukommen. Ansonsten kann es passieren, dass man die Leidenschaft verliert.

  • Robin
    06.07.2016 at 06:38 |

    Ich finde kostenloses Arbeiten aus den von Dir genannten Gründen sehr sinnvoll, muss allerdings anmerken, dass auch Praktikanten oft eine Wohnung und Mahlzeiten finanzieren müssen. Deshalb sehe ich „kostenlose“ Praktikanten eher kritisch. Gerade bei längeren Praktika kann schon nach 3 Monaten von einem deutlichen Nutzen des Praktikantes gesprochen werden, weshalb ab dieser Zeit oder länger laut MiLoG §22 auch eigentlich mind. nach Mindestlohn entlohnt werden muss. Würde mich also auch mal interessieren, wieso der „arme“ Julius kostenlos arbeitet? 😉

    Da ich selbst nur als Hobbyfotograf unterwegs bin, reizen mich Erfahrung und Innovation wesentlich mehr. Die letzten zwei Jahre habe ich verschiedenste Motive und Szenen versucht, von Sport über Makro bis zu Portraits und Lost Places. Gerade die unglaubliche Vielfalt und die unendlichen Möglichkeiten in der Fotografie machen es für mich unmöglich, dieses Hobby jemals „auf Schienen“ in nur einer Kategorie oder einem eingeschränkten Bereich als Beruf zu verfolgen.

    Geld habe ich bisher nur in Form von Aufrundungen zum Druck angenommen (Druck kostet 25€, 30€ bekommen, Rest sollte ich behalten). Zum einen ist mir die Erfahrung schon sehr viel Wert, zum Anderen sind das oft Veranstaltungen wie Schulanfang oder Geburtstag gewesen, wo ich das Buffet mit plündern durfte. 😉

    Beste Grüße
    Robin

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